9. Stadtentwicklung

Altenburgs Bedeutung als Einkaufs- und Dienstleistungszentrum für die Region wird weiter konsequent gestärkt. Die historische Innenstadt ist noch besser mit der Region zu verbinden. Sie wird nach einem städtebaulichen Leitbild umgestaltet und aufgewertet.

Die Stadt deckt den Bedarf an hochwertigem Bauland, das weiterhin ausreichend und preisgünstig für Gewerbe, Industrie und Wohnungsbau zur Verfügung gestellt wird. Dies erhöht die Lebensqualität der Bevölkerung und stärkt den Wirtschaftsstandort. Bereits erschlossene Flächen werden weiter offensiv vermarktet. Der Aufbau der Infrastruktur in Bau- und Gewerbegebieten und deren Einbindung in innerstädtische und überörtliche Verkehrsnetze bilden wichtige Investitionsschwerpunkte. Dem Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Die Belastung der Bevölkerung und der Umwelt wird dabei so gering wie möglich gehalten.

Das Eigenleben der Stadtteile ist sehr wichtig für alle vor Ort, um sich dort zuhause zu fühlen. Gerade dieses besondere Miteinander in den Stadtteilen möchte ich unterstützen. Deshalb ist es auch hier wichtig, Menschen in die Weiterentwicklung von Angeboten und Projekten aktiv einzubinden, sie zur Mitarbeit zu ermutigen, ihnen Entscheidungsspielräume zu geben aber auch Finanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Gemeinsam müssen alle Anstrengungen unternommen werden, um soziale und kulturelle Angebote zu erhalten und zu stärken. Wichtig ist ebenso ein Stadtteilmarketing sowie Einkaufsangebote vor Ort.

Als Oberbürgermeister ist es für mich selbstverständlich, in den Stadtteilen präsent zu sein und dort regelmäßige Bürgersprechstunden anzubieten. Darüber hinaus sind mehrmals im Jahr stattfindende Bürgerversammlungen ein gutes und wichtiges Instrument, um die Lebendigkeit und Vielfalt der Stadtteile zu stärken. Stadtteilentwicklungskonzepte sind für jeden Stadtteil zu erstellen und kontinuierlich gemeinsam mit den jeweiligen Initiativen, Verbänden und auch Bürgern weiter zu entwickeln.

Des Weiteren strebe ich eine vertrauensvolle Zusammenarbeit der Stadt Altenburg mit den Umlandgemeinden an und werde versuchen, vorhandene Ängste abzubauen. Denn nur gemeinsam können wir uns den Herausforderungen der Zukunft (Kostenoptimierung, Erhalt des Status einer Kreisstadt) stellen und sind diesen auch gewachsen.

Diese sog. interkommunale Zusammenarbeit kann unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger selbstverständlich auch zu Fusionen führen. Denn ein Zusammenschluss auf freiwilliger Basis ist immer besser als eine von oben verordnete Gebietsreform, die keine Akzeptanz findet.

Aber ich verspreche auch, dass interessierte Kommunen nicht als Bittsteller, sondern als gleichberechtigte Partner behandelt werden.