4. Leben und Wohlfühlen in Altenburg

Wie die Stadt künftig mit Investoren umgehen und um sie werben sollte, habe ich bereits erläutert. Aber wir müssen auch realistisch sein. Unsere Stadt liegt in der Mitte eines bedeutenden Wirtschaftsdreiecks Leipzig – Chemnitz – Zwickau. Abwanderung erfolgt zumeist in diese Metropolen. Warum nicht dort arbeiten und hier wohnen? Diese Frage muss jeder für sich beantworten. Als Oberbürgermeister werde ich alles dafür tun, dass sich die Menschen, auch wenn sie auswärts arbeiten, für Wohnen und Leben in Altenburg entscheiden. Dazu gehören attraktive Freizeitmöglichkeiten und interessante Vereinsangebote. Für mich ist denkbar, dass wir beispielsweise das Areal am Großen Teich (Großer Teich, Hellwiese, Bismarckturm) als Familienstätte ausbauen. Dort kann Platz geschaffen werden für Erholung und Freizeitbeschäftigung. Die Nähe zum Stadtwald und zum Inselzoo bietet ein solches Projekt an.

Wir brauchen Plätze zum Verweilen, an denen man sich treffen, Kaffee trinken und Bücher oder Zeitung lesen kann. Eine Stadt, die einlädt mit grünen Oasen und guter Wohnqualität in sauberer Umgebung. Wir brauchen saubere Spielplätze. Wir brauchen gute und moderne Schulen, die sich nicht nur in baulich einwandfreiem Zustand befinden, sondern auch über moderne Lern- und Kommunikationsmittel wie das Internet verfügen. Wir brauchen Unternehmen und Ausbildungsplätze. Wir brauchen eine gute Infrastruktur, um hier zu wohnen.

Eine familienfreundliche Stadt braucht Radwege und Angebote zum Wandern und Bewegen in freier Natur. Altenburg bietet genug Möglichkeiten, um erkundet und entdeckt zu werden.

Die familienfreundliche Stadt braucht auch Kultur. Unser Theater, unsere Museen und ein in jeder Hinsicht reichhaltiges Kulturangebot gehören für mich ebenfalls dazu. Und Kultur ist letztlich auch für viele Unternehmen ein gewichtiges Argument für eine Standortentscheidung.

Für uns gilt es weiterhin, die touristischen Potenziale unserer Stadt zu erschließen und voranzubringen.

Das ehrenamtliche Engagement wird immer wichtiger in Zeiten knapper Ressourcen. Vereine, Initiativen, Nachbarschaftsgruppen und Zusammenschlüsse können nicht mehr ohne das Ehrenamt existieren. Ebenso ist die Stadt auf das unentgeltliche Engagement ihrer Bürger angewiesen, insbesondere in den Bereichen Kultur, Bildung und Sport. Durch diese Bereiche wird die Identität der Stadt belebt und das Gemeinwesen gestärkt. Deshalb werde ich die ehrenamtliche Tätigkeit in der Stadt Altenburg nach allen Kräften unterstützen.