Mit einem herausragenden Ergebnis von deutlich über 90 % hat die CDU der Stadt Altenburg in einer Mitgliederversammlung ihren Vorsitzenden, André Neumann, zum Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl 2012 gekürt.
Vor den stimmberechtigten Mitgliedern und zahlreichen Gästen stellte André Neumann im Vorfeld der Abstimmung in einer emotionalen, aber auch kampf- und siegesbewussten Rede seine Visionen und Aussichten für die Stadt Altenburg vor.
Einen Schwerpunkt setzte Neumann dabei in der weiteren Entwicklung Altenburgs zu einer Stadt für alle Generationen. Als Oberbürgermeister wird er für eine attraktive, saubere und familienfreundliche Stadt arbeiten, in der sich Jung und Alt wohlfühlen. Ziel muss es sein, dass unsere Stadt attraktiv genug wird, damit unsere Kinder hier bleiben! Die christlichen Werte und Grundsätze der CDU sind dabei ein verlässlicher Kompass.
Dabei ist Neumann bewusst, dass sich die Rahmenbedingungen für eine flexible, dennoch aber verlässliche und zukunftsorientierte Politik in den kommenden Jahren deutlich schwieriger gestalten werden. Mit dem Wegfall der Ziel-Förderung der EU, dem Auslaufen der Mittel aus dem Solidarpakt II und der demografischen Entwicklung kommt es mehr denn je auf innovative und kreative Lösungen an.
Im Mittelpunkt aller Handlungen muss stets das Wohl der Bürger Altenburgs stehen. Mehr Bürgerbeteiligung ist das vorrangige Ziel. Die vielfältigen Interessen in unserer Stadt müssen berücksichtigt werden um so noch mehr Altenburger am gesellschaftlichen Leben unserer Stadt zu beteiligen. Ein Beispiel ist die noch nie diskutierte Idee eines „Bürgerhaushaltes“. Dabei können die Bürgerinnen und Bürger einer Kommune über einen Teil des Stadthaushaltes selbst entscheiden. Die Bürger übernehmen Verantwortung, wofür Geld ausgegeben wird und wie ihre Kommune aussehen soll. Diese Idee muss diskutiert werden, warb Neumann in seiner Rede.
Ein weiterer Punkt ist die Entwicklung der Innenstadt. Die Innenstadt muss Handels- und Verwaltungszentrum sein, das entsprechend gefördert wird. Auch die Zahl der Einbahnstraßen ist zu prüfen und gegebenenfalls zu reduzieren. Eine Stadt wie Altenburg braucht kurze Wege. Und wer Touristen in unsere Stadt locken will, der muss ein nachvollziehbares Verkehrsleitsystem haben. Wir dürfen die Besucher unserer Stadt nicht verzweifeln lassen, sich in einem Geäst an Einbahnstraßen zu verlieren.
Neumann brachte weiterhin zum Ausdruck, dass die derzeitige Vorgehensweise des Amtsinhabers nicht ausreicht, um Investoren nach Altenburg zu holen. Altenburg braucht eine aktive Investorensuche mit wirtschaftlich kompetenten Verwaltungslotsen, um investitionswillige Unternehmer durch den Dschungel von Bürokratie und Fördermöglichkeiten zu führen und diesen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Ein Lotsenbüro für ansässige Unternehmer sowie Investoren soll als Anlaufstelle Investitionshemmnisse abbauen.
Er stellt sich weiter vor, dass eine gezielte Investorensuche durch eine pro-aktive Stadt- beziehungsweise Kommunalentwicklungsgesellschaft geleistet wird.
Des Weiteren ist die Umgestaltung des Areals am Großen Teich zu einem Naherholungsgebiet für Jung und Alt sinnvoll. Dort kann Raum für Entspannung und Freizeitbeschäftigung entstehen. Mit der Nähe zum Stadtwald und zum Inselzoo bietet sich ein solches Projekt geradezu an.
Aber auch in anderen Bereichen, wie z.B. zukunftsorientierter Technologien, Umweltschutz und Kultur muss Altenburg zu einer modernen Stadt weiter entwickelt werden. „Hot Spots“ zur Bereitstellung der Internetnutzung in der Innenstadt und gut besuchter Plätze Altenburgs ist dabei ein weiterer konkreter Vorschlag.
Unter großem Beifall nahm André Neumann seine Nominierung zum Oberbürgermeisterkandidaten an und schwor die Mitglieder auf einen harten aber fairen Kampf um das Altenburger Rathaus ein.
Bismarckturm Altenburg
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